Gründungsgeschichte derSiezenheimer Krampussevormals Schwärzerkreuzer KrampuspassEs begann vor rund 10 Jahren, als wir wieder einmal nach dem Krampuslauf zusammen saßen.
Wir träumten davon uns selbst Holzmasken zu schnitzen und einmal in Siezenheim einen Krampuslauf zu veranstalten. Dieser Gedanke jedoch, verflog bei den meisten sehr rasch.
Doch im Jänner 95 hörte Kühberger Andreas von einem Maskenschnitzer in Pfarrwerfen. Er erzählte einigen von uns davon und wir beschlossen einen näheren Kontakt zu diesem Mann aufzunehmen.
Andreas fuhr nach Pfarrwerfen zu dem besagten Schnitzer, Brandecker Helmut, und erkundigte sich ob er auch fr uns Masken schnitzen wurde. In der Zwischenzeit fragten wir Freunde und Bekannte ob sie Interesse hätten, bei einer Krampuspass mitzuwirken. In der ersten Euphorie waren 15 Personen interessiert. Danach vereinbarten wir einen Termin mit Helmut, um uns über Schnitzart und Kosten der Masken zu informieren. Als wir über Preis und Aufwand einer Krampuspass informiert waren, blieben 9 Personen übrig. Wir Aigner Albert, Brugger Stefan, Egger Oliver, Haslauer Martin, Kühberger Andreas, Purrer Alexander, Rettenegger Christian, Sagmeister Josef und Taferner Konrad, fuhren am 06. April 95 das Erste mal gemeinsam nach Pfarrwerfen. Helmut zeigte uns verschiedene Masken und viele seiner privaten Fotos.
Voller Begeisterung kehrten wir zurück und gründeten einige Tage später, am Sonntag den 09.April 95, die Siezenheimer Krampuspass. Am 16.April 95 bestellten wir dann unsere Masken und suchten das passende Fell dazu aus. Nach einiger Zeit und vielen Fahrten nach Pfarrwerfen hatte Helmut und seine Frau Rosi den Wunsch jedes Einzelnen bestens erfüllt.
Nun suchten wir noch nach einem geeigneten Namen für unsere Pass. Auf Empfehlung von Helmut sollte sich der Name auf ein geschichtliches Ereignis oder Objekt aus der Umgebung von Siezenheim beziehen. Wir erinnerten uns an das Schwärzerkreuz in der Klessheimer Au, das war genau das wonach wir suchten: Die Schwärzerkreuzer Krampuspass Wir bemühten uns soviel wie möglich über das Kreuz in Erfahrung zu bringen, was sich als besonders schwierig herausstellen sollte. Durch Erzählungen Älterer Leute erfahren wir, da an dieser Stelle angeblich ein Schmuggler oder Wilderer erschossen wurde. Beim durchsehen der Heimatbücher der Gemeinde Wals-Siezenheim fanden wir im "Müller ein Blick zurück" Seite 27 folgende Erklärung zu diesem Kreuz:
Das "Schwärzerkreuz" am Rande der Klessheimer Au. Es soll zur Erinnerung an einen hier ums Leben gekommen Wilderer oder Schmuggler ("Schwärzer") errichtet worden sein. Das Steinkreuz könnte aber auch an das "große Sterben " erinnern (Pestkreuz). Wir fügten kurzerhand unserer Krampuspass eine Figur zu, welche eine Kraxe (Rückenkorb) trägt und ein geschwärztes Gesicht hat und somit den Schmuggler oder Wilderer darstellt, der angeblich an dieser Stelle erschossen wurde.
Nun nach fast einem Jahr Planung und Ausarbeitung hatten wir alles, was für unsere Krampuspass nötig war. 2005 Brauchtum braucht Heimat - Die Siezenheimer KrampusseEinige Jahre zogen ins Land, der Name war zwar perfekt, nur merken wollte ihn sich niemand. Also zogen wir im Jahr 2005 einen radikalen Schlussstrich unter das „Schwärzerkreuz“ und tauften uns um in Siezenheimer Krampusse. Von dem abgesehen, dass nun wohl niemand mehr ein Problem mit unserem Namen haben wird, rücken wir auch näher unserer Heimatgemeinde. Brauchtum braucht Heimat. |